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Torhüterin Gronemann glänzt beim 22:22 gegen Blomberg - Ein gefühlter Punktverlust


blombergBad Wildungen. Erster Punkt der Bad Wildungen Vipers in der 1. Handball-Bundesliga der Frauen. Beim 22:22 (13:12) gegen Blomberg-Lippe stand die dramatische Partie in der Schlussphase auf Messers Schneide.

Als Rückraumspielerin Sabine Heusdens den Ball zur 22:21-Führung der Bad Wildungen Vipers gegen die HSG Blomberg-Lippe in die Maschen drosch, durften die Fans vom ersten Bunesliga-Sieg der Bad Wildunger Handballerinnen träumen. Zwei Minuten und 15 Sekunden waren da noch zu spielen.

Nach einem Zeitspiel der Gäste und einem technischen Fehler von Wildungens Cristina Mihai gelang Blombergs starker Spielführerin Michaela Hofmann das 22:22.

Wildungens Trainer Sören Jeppesen nahm eine Auszeit, in der er seine Mannschaft auf die letzten 35 Sekunden der Partie einstimmte. Nach einem Fehlversuch von Ruta Latakaite zog Blombergs Coach Andre Fuhr zehn Sekunden vor Ultimo die grüne Timeout-Karte.

Doch seine Schützlinge leisteten sich danach einen Ballverlust und Mihai traf in letzter Sekunde zum vermeintlichen Siegtor Bad Wildungens.

Doch die Freude darüber wich auf den Rängen schnell der Enttäuschung, weil die Schiedsrichter vor dem Foul einer Blombergerin einen Schrittfehler der Rumänin gesehen hatten und nur auf direkten Freiwurf entschieden. Den konnte Sabine Heusdens nach der Schlusssirene nicht verwandeln, womit das erste Remis Bad Wildungens in der Bundesliga perfekt war.

Danach schlug natürlich die Diskussion darüber hohe Wellen, ob dieses Resultat nun ein Befreiungsschlag für die Vipers war oder ein verschenkter doppelter Punktgewinn.

„Wir sollten aus diesem Spiel das Positive mitnehmen. Den ersten Sieg müssen wir jetzt eben am nächsten Samstag gegen Celle einfahren“, sagte Bad Wildungens Trainer Sören Jeppesen, aus dessen Gesicht nicht abzulesen war, ob er dem einen Punkt nachtrauerte oder sich über den gewonnenen freute.

Richtig in Harnisch gebracht hatte den Dänen die Schwäche seines Teams im Überzahlspiel. Brachten doch die Vipers zwischen der 35. und 37. Minute das Kunststück fertig, nach einer Zeitstrafe gegen die Blombergerin Kim Berndt ohne eigenen Treffer zu bleiben und zwei Gästetore durch die Isländerin Knutsdottir und die überragende Nationalspielerin Sabrina Richter zum 14:16 zu kassieren.

Hinten hui, vorne pfui. So etwa fiel Sören Jeppesens Fazit nach dem dritten Heimspiel seiner Mannschaft aus, die im Angriff vor allem von der Wurfkraft von Heusdens und Mihai profitierte.

Dagegen blieben die Außen Miranda Robben, Annika Busch und Jessica Kleinmann sowie Kreisläuferin Tessa Cocx über weite Strecken der Partie blass.

Dafür spielte die Bad Wildunger Defensive, die in einer 6:0-Formation agierte, schon auf Bundesliga-Niveau. Hinter dieser Abwehr, in der die Schweizerin Andrea Willimann dann und wann Ruta Latakaite ersetzte, glänzte Torfrau Julia Gronemann.

Die 26-Jährige, der Trainer Jeppesen diesmal den Vorzug vor Petra Diener gegeben hatte, wehrte 15 Würfe der Blomberger Angreiferinnen ab.

Gegen die raffiniert ausgeführten Siebenmeter von Linkshänderin Richter war die angehende Lehrerin aber ebenso machtlos wie Diener, die zweimal beim Strafwurf zwischen die Pfosten ging.

Von Peter Pfeiffer

Quelle: HNA.de



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