In einer packenden und bis in die Schlusssekunden spannenden Partie musste sich der Aufsteiger HSG Bad Wildungen Vipers am Sonntagnachmittag dem Favoriten Frankfurter HC mit 29:28 (15:15) geschlagen geben.
Die Vipers spielten auf Augenhöhe und konnten, angetrieben von einer gut aufgelegten Ruta Latakaite, das Spiel lange Zeit offen gestalten. Dabei führten die Nordhessinnen in der 22. Minute mit 8:9, was FHC-Coach Dietmar Schmidt zu seiner ersten Auszeit nötigte. Die folgende Zwei-Tore-Führung durch Sabine Heusdens ließ die 30 mitgereisten Wildunger Schlachtenbummler auf eine Überraschung hoffen, der Pausenstand von 15:15 war mehr als verdient.
Kampf war Trumpf auf Bad Wildunger Seite, denn kurz nach Wiederanpfiff geriet die Jeppesen-Sieben schnell mit drei Toren in Rückstand. Die Vipers gaben nie auf, der Ausgleichstreffer wollte jedoch nicht fallen. Bis zur 53. Spielminute kämpfte sich das Team, bei dem die Schweizer Nationalspielerin Andrea Willimann nur einen Kurzeinsatz hatte und Nachwuchsspielerin Julia Ammann Leistungsträgerin Cristina Mihai entlastete, bis auf ein Tor heran. Der Frankfurter HC hatte mit Franziska Mietzner (11 Tore) seine überragende Akteurin, sie hielt die Oder-Städterinnen im Spiel und war zu keinem Zeitpunkt auszuschalten. Das naheliegende und vielleicht auch verdiente Unentschieden wurde durch ein Stürmerfoul in den letzten Sekunden vergeben.
"Wir hatten hier nichts zu verlieren, haben kämpferisch und als Team überzeugt. Der Maßstab ist für einen Aufsteiger nicht Buxtehude, Leipzig oder Frankfurt. Auf diese Leistung können wir aufbauen, das war heute wieder ein Schritt nach vorn. Wir werden weiter kämpfen und versuchen, die benötigten Punkte bald einzufahren", gab Coach Jeppesen nach der Partie zu Protokoll.
Auf Vipers-Seite überzeugte das gesamte Team, wobei Cristina Mihai mit acht Treffern, Spielmacherin Ruta Latakaite mit sechs Toren und Tessa Cocx mit vier Erfolgen herausstachen. Julia Gronemann war an diesem Nachmittag der starke Rückhalt im Tor, sie hatte mit ihren Paraden entscheiden Anteil am guten Auftritt beim Favoriten. Die Zähler blieben jedoch beim Gastgeber, was ob der Leistung des Teams jedoch Hoffnung auf die kommenden Auftritte machen dürfte. (sw)
So spielte Bad Wildungen: Gronemann, Diener (Tor), Latakaite (6), Kleinmann (3), Heusdens (4), Kirmse, Cocx (4), van Cappelle, Robben (3), Mihai (8), Willimann, Busch, Bepler, Ammann
Quelle: vipers-handball.de











